Durchstich bei Umfahrung Biel A5-Ostast, Schweiz

Die letzte Tunnelröhre der Bieler Autobahnumfahrung ist durchgestochen.

Am 18. Februar war es soweit, die Tunnelbohrmaschine „Belena“ durchstieß erfolgreich die letzte Tunnelröhre an der Bieler Umfahrung. Unter den 500 anwesenden Ehrengästen waren auch Vertreter der PORR, die unter anderem die eindrucksvolle Leistung der Mineure hervorhoben. Hans Köhler, Geschäftsführer der Porr Tunnelbau GmbH erklärte: „Ein Durchbruch ist immer etwas Besonderes. Es ist der sichtbare Beweis für die harte Arbeit, welche die Männer geleistet haben.“ Mit der 2.500 t schweren Bohrmaschine wurden 1,4 km Fels und 900 m schwieriges Lockergestein gegraben.

Der Anfang war nicht leicht, der Startabschnitt unter den Bahngleisen hindurch gleich eine der heikelsten Stellen des ganzen Projekts. Auch später machte die Geologie den Tunnelarbeitern immer wieder Probleme. Im teils wässrig-lehmigen Lockergestein am Ende des Längholztunnels verklebte zum Beispiel das Schneidrad. Durch die gewonnene Erfahrung konnte die Technik verfeinert werden – was sich am Tempo, mit dem die jeweils parallel verlaufenden zweiten Röhren der beiden Tunnel ausgebohrt wurden, zeigte. Fand der erste Durchstich des Büttenbergtunnels in Orpund noch 159 Tage nach Bohrstart statt, so brauchten die Vortriebsmannschaften beim zweiten Mal nur noch 103 Tage für die 1,3 km durch 28 Millionen Jahre alte Ablagerungen der unteren Süßwassermolasse. Die zweite Röhre des 2,5 km langen Längholztunnels bewältigen sie zwei Wochen schneller als die erste. Insgesamt waren die Arbeiter der Vortriebsmannschaften  696 Tage im Berg.

Mannschaften und Vertreter der PORR vor der Tunnelbohrmaschine (Bild: PORR)

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