16. Bauabschnitt der A100 in Berlin

PORR vollendet die konstruktiven Trogsohlen

Ronny Spielberg

Betonieren Unterwasser: Bewährt hat sich das Contractor-Verfahren. Der Beton wird mit Hilfe einer Betonpumpe durch ein senkrechtes Rohr gepumpt, das unter Wasser circa 1 m in den frischen Beton hineinreicht. (Bild: HeidelbergCement Group)

Projektdaten

Auftraggeber Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Berlin
Auftragnehmer PORR Deutschland GmbH
Projektart Tiefbau . Ingenieurbau
Leistungsumfang Ausbau eines 550 m langen Abschnitts des 16. Bauabschnitts der A100, inkl. Spezialtiefbau und Erstellung der Ingenieurbauwerke
Baubeginn September 2015
Bauende November 2019
Land Deutschland

Die Bundesautobahn A100 stellt eine der Hauptverkehrsadern für das Fern-, Regional- und Stadtstraßennetz der deutschen Hauptstadt Berlin dar. Mit dem 16. Bauabschnitt (BA) wächst sie um ein weiteres 3,2 km langes Teilstück. Dieses führt vom Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Am Treptower Park und verfügt über insgesamt drei Anschlussstellen. Die Trasse verläuft auf 386 m im Tunnel (Grenzallee) und auf circa 2,3 km in einem bis zu sieben Meter tiefen Trog.

Nach Fertigstellung der A100 sind die östlichen Bezirke Berlins besser an den mittleren Straßenring und an die A113 angebunden. Die Erreichbarkeit des Flughafens Berlin Brandenburg und des Wissenschaftsstandorts Adlershof sowie die weiträumigen Verbindungen nach Dresden, Cottbus und Frankfurt/Oder werden dadurch wesentlich verbessert.

Leistungsgemeinschaft mit Stump

Der 16. Bauabschnitt der A100 ist Bestandteil des mittleren Straßenrings im Land Berlin. Die Weiterführung des Straßenringes der A100, 16. BA wird als Neubaustrecke zwischen dem Autobahndreieck (AD) Neukölln und der Anschlussstelle (AS) Am Treptower Park gebaut. Der Planungsabschnitt ist in Längsrichtung der Trasse in sieben Lose geteilt.

Am 28. September 2015 erhielt die PORR Deutschland . Infrastruktur Ingenieurbau Berlin den Auftrag für das Los 5, das sich über eine Länge von 550 m von Kilometer 22 + 465 bis Kilometer 23 + 015 erstreckt. Das Auftragsvolumen beläuft sich aktuell auf rund EUR 40 Mio. netto. Die Abwicklung erfolgt gemeinsam mit der Stump Spezialtiefbau GmbH im Rahmen einer Leistungsgemeinschaft. Für den geplanten Neubau der Autobahn müssen die Stadtstraße Kiefholzstraße und alle Ingenieurbauwerke hergestellt werden. Dazu zählen Trogsohlen und -wände, Regenpumpwerk, Stauraum, Befestigungspunkte für Verkehrszeichenbrücken und Beleuchtungsmaste sowie eine Zweifeldbrücke.

Die Baugruben wurden dockweise in Längen von bis zu 120 m erstellt und vertikal mittels Spund- bzw. Schlitzwandkonstruktionen abgedichtet. Als horizontale Baugrubenabdichtung waren in der Ausschreibung Unterwasserbetonsohlen vorgesehen. Im Zuge eines Nebenangebotes nach Auftragserteilung wurde dem Bauherrn vorgeschlagen, in vier der fünf Baudocks die horizontale Abdichtung im Düsenstrahlverfahren (DSV-Sohlen) auszuführen. Diese wurden teils als tiefliegende und teils als mittelhochliegende Sohlen mit Auftriebspfählen (GEWI’s) hergestellt. Im Dock 22 wurde die vertraglich vorgesehene Technologie mittels Nassaushub und Unterwasserbetonsohle beibehalten und lediglich im Zuge von statischen Berechnungen die Baugrubensicherung optimiert. An diesem Dock wurden in den letzten Monaten in Tag- und Nachtschicht circa 57.000 m³ Unterwasseraushub, 450 Auftriebspfähle in Längen von bis zu 30 m sowie rund 7.500 m³ Unterwasserbeton hergestellt. Im Anschluss daran erfolgte das Lenzen der Baugrube sowie die Herstellung der konstruktiven Trogsohlen mit Einzelbetonagen von bis zu 4.000 m³ und Betonstahlgehalten von bis zu 600 t pro Bauteil.

Dies stellt einen großen Meilenstein für das Baustellenteam der PORR dar, da nun in den nächsten Monaten mit Hochdruck an den aufgehenden Bauteilen (Regenpumpwerk, Stauraum, Brücke Kiefholzstraße) gearbeitet werden kann, für deren Fertigstellung mit dem Auftraggeber vertragliche Übergabetermine vereinbart wurden.

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