Absauganlage für N12 Kapellerfeld

PORR sichert Altlast

Markus Bride, Peter Ramberger, Andreas Rath

Containerausführung der Absauganlage (v.l.n.r.): Steuerungs- und Maschinencontainer, Aktivkohlefilter(schwarz) und Biofiltern (niedriger blauer Abrollcontainer) (Bild: PORR AG)

Im südlichen Weinviertel wurde eine ehemalige Schottergrube bis in die 1980er Jahre mit Hausmüll befüllt. Diese Altlast, kurz N12, wurde von der PORR gesichert. Seit November 2017 ist die Bodenluftabsauganlage, die dafür benötigt wird, in Betrieb.

Die Sicherung der Altlast N12 geschieht einerseits durch die Arbeiten des Spezialtiefbaus der PORR. Die Abteilung baute eine zwei Kilometer lange Einphasenschlitzwand rund um das Gelände der ehemaligen Deponie. Andererseits kümmert sich die PORR Umwelttechnik um die Oberflächenprofilierung und die notwendigen Erdarbeiten. Außerdem wird der anlagenbautechnische Teil der Bodenluftabsauganlage von der PORR Umwelttechnik abgewickelt.

Zur Absaugung der Deponiegase, die sich noch immer im Deponiekörper bilden, wurden 96 Gassonden gebohrt. Die elektrotechnische Ausrüstung und die Steuer- und Regelungstechnik wurde in Kooperation mit der PORR Equipment Services durchgeführt.

Die Absauganlage

Die verschiedenen Komponenten der Bodenluftabsauganlage wurden ebenfalls von der PORR Umwelttechnik ausgelegt. Dazu zählen zum Beispiel: der Manometer, Druck- und Temperaturmessungen, die automatische Regelklappe – die Frischluft beimengen kann, um die Explosionsgrenzen nicht zu überschreiten – und Schwingungssensoren. Ein 20-Fuß-Container wurde als Maschinenraum beansprucht. Gemeinsam mit der PORR Equipment Services wurde die Hard- und Software Ausrüstung der Anlage ausgearbeitet.

Über die 96 Gaspegel wird mittels Filterrohren das Deponiegas abgesaugt und über neun Sammelstränge zur Absauganlage befördert. Für Schutz der Anlage sorgen ein Wasserabscheider und ein Filter in der Rohrleitung. Dadurch sollen Schäden durch Wasserschläge oder mitgesaugte Partikel am Gebläse vermieden werden. Das abgesaugte Deponiegas wird danach über zwei Aktivkohlefilter und einen Biofilter gereinigt und in die Atmosphäre befördert. Die Sicherheit der Mitarbeiter wird über Glasdetektoren und Alarmeinrichtungen sichergestellt.
Die Anlage wird mindestens fünf Jahre betrieben und sollte wartungsfrei laufen. Die automatischen Aufzeichnungen stehen dem zuständigen Techniker online zur Verfügung. Bei Problemen meldet sich die Anlage mittels SMS mit der Fehlermeldung.

Projektdaten . PORR Umwelttechnik

Auftraggeber PORR AG
Auftragnehmer ARGE Sanierung Altlast N12 bestehend aus PORR Umwelttechnik GmbH und PORR Bau GmbH . Abteilung Spezialtiefbau
Projektart Altlastensanierung
Leistungsumfang Entsorgung von 115.000to Schlitzwandaushub, Anlieferung 145.00m³ A2 Material zur Geländeprofilierung, 67.000m³ Rekultivierungsschicht, 3ha Aufforstung, 96 Gasabsaugpegel, Absauganlage mit 2400m³/h Absaugleistung (längste Rohrleitung 400m), 2x4m³ Aktivkohle und 48m³ Biofilter zur Deponiegasreingiung
Baubeginn Oktober 2016
Bauende April 2019
Land Österreich

Projektdaten . PORR Bau GmbH . Spezialtiefbau

Auftraggeber PORR AG
Auftragnehmer ARGE Sanierung Altlast N12 bestehend aus PORR Umwelttechnik GmbH und PORR Bau GmbH . Abteilung Spezialtiefbau
Projektart Umwelttechnik . Altlastensanierung
Leistungsumfang Einphasenschlitzwand mit einer Fläche von ca. 65000m², durchschnittliche Tiefe 35m, tiefste Stelle 41m, Breite 80cm, Einbindung 1,5m in den Grundwasser-Stauer, 5 Filterfenster gefüllt mit Aktivkohle
Baubeginn Dezember 2016
Bauende Dezember 2017
Land Österreich

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