Privatklinik Hollenburg

Sonderkrankenanstalt in Krems

Ing. Harald Fries

Das Projekt

Inmitten der Weinberge im südlichen Kremser Stadtteil Hollenburg entsteht eine Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation, Behandlung von Depressionen und Burnout. Mit Baubeginn im November 2010 wird das Gebäude von der Porr Bau GmbH, Niederlassung Niederösterreich und Niederlassung Steiermark als Totalunternehmer realisiert und Ende des Jahres 2011 in Betrieb genommen.

Lage & Baugestaltung

Das Gesamtobjekt wird auf einem 73.000 m² großen Grundstück mit sonniger Lage und Ausblick auf die Donau sowie die Stadt Krems errichtet. Das Hauptgebäude besteht aus zwei U-förmigen Baukörpern, die ineinander verschoben und mehrgeschossig angeordnet sind.

Die Klinik wird durch das Foyer, das im Zentrum des Gebäudes liegt, erschlossen und bietet Platz für 100 Einbettzimmer und 10 Doppelzimmer, welche auf die Stationen und Therapiebereiche aufgeteilt sind. Das Raumkonzept beinhaltet ebenfalls Räume für eine Tagesklinik und Ambulanzbereiche. Im Osten ist ein Gymnastikraum mit angrenzendem Ruheraum angeordnet.

Im Erdgeschoss wird eine hauseigene Küche samt Speisesaal und Kaffeehaus in das Raumkonzept integriert. Die Bettenzimmer befinden sich im 1. und 2. Obergeschoss. Im 3. Obergeschoss wird ein Gesundheitshotel mit 17 Suiten und angrenzender Dachterrasse errichtet.

Für ausreichend Parkplätze sorgen eine begrünte Tiefgarage mit 75 Stellplätzen, sowie 90 weitere Parkmöglichkeiten einschließlich eines Busstellplatzes im Freien.
Im Untergeschoss sind neben der Tiefgarage die Heizzentrale mit Haustechnik und Nebenräume angeordnet.

Eine besondere Herausforderung war die Errichtung eines Regenwasserteiches, welcher auch den Nutzen eines Löschteiches erfüllt (Löschwasser-Vorhaltemenge: mind. 500 m³). Das hier gespeicherte Wasser wird sowohl für den ersten Löschangriff (600 l/m für eine halbe Stunde), als auch für einen länger andauernden Löschangriff verwendet.

Über den Auftraggeber

Der Auftraggeber, die Sanlas-Gruppe hat ihren Sitz in Graz und wurde 1992 von OMR Primarius Dr. Günter Nebel gegründet. Die Sanlas-Gruppe betreibt bereits 10 derartige Zentren in Österreich.

Laut dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sind im Jahr 2009 insgesamt fast 2,5 Millionen Fehltage durch psychische Probleme verursacht worden. Das sind dreimal so viele wie noch vor 20 Jahren.

Während eines sechswöchigen Aufenthalts wird den Patienten ein Therapieprogramm angeboten, mit dem Ziel, die Rückkehr in ein geregeltes Berufsleben zu ermöglichen.

Schlussbemerkung

Durch eine Analyse wurde ein Fehlbedarf von 225 Betten in der Versorgungsregion Ost bis zum Jahr 2015 errechnet.

Aus mehreren Optionen wurde die traumhafte Lage der Privatklinik Hollenburg am Fuße der Wachau inmitten von Weingärten gewählt.

Eine Herausforderung stellte auch die zeitliche Realisierung des Gebäudes mit einer Bruttogeschossfläche von 13.300 m² in einer Bauzeit von nur 13 Monaten dar.

Projektdaten

Projektname Privatklinik Hollenburg
Auftraggeber Sanlas Holding GmbH
Architekt Architekt Maurer
Baubeginn November 2010
Fertigstellung Dezember 2011
Bruttogeschossfläche 13.300 m² inkl. Tiefgarage
Grundstücksfläche 73.000 m²
Anzahl der Geschosse 5
Visualisierung Hauptgebäude (Bild: Sanlas Holding GmbH)
Visualisierung Haupteingang (Bild: Sanlas Holding GmbH)
Lageplan (Bild: PORR)
Baustelle (Bild: PORR)
Baustelle (Bild: PORR)
Fertiggestelltes Gebäude (Bild: PORR)

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